wie sind umgezogen!!!!!!

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Running Wild

Ungelesener Beitrag#1von AusDemWegIchBinArzt » 21. Dez 2015 20:34

Running Wild


STUDIO

"Gates to purgatory" (1984): -3,5
"Branded and exiled" (1985): -3,5
"Under jolly roger" (1987): -4
"Port royal" (1988): -4
"Death or glory" (1989): -5
"Blazon stone" (1991): -4
"Pile of skulls" (1992): -4,5
"Black hand inn" (1994): -5
"Masquerade" (1995): -4,5
"The rivalry" (1998): -3
"Victory" (2000): -2
"The brotherhood" (2002): -1,5
"Rogue en vogue" (2005): -1,5


LIVE

"Ready for boarding" (1988): -4


Die Hamburger German Metal-Institution um Rolf "Rock´n´Rolf" Kasparek hat ja vor allem zwischen Ende der 80er und Mitte der 90er so einige feine Scheiben veröffentlicht, bevor in den späten 90ern der Stern unaufhaltsam zu sinken begann. Während Rolfs groteskes Gepose in lamettabehängten Piraten- und Militäruniformen immer lächerlicher und überzeichneter wirkte - was man ihm vielleicht noch nachgesehen hätte, wenn die Musik geil geblieben wäre - schwand analog dazu auch die musikalische Qualität. Zum Schluß gab es eine Mischung aus langweiligen, uninspirierten Hardrock- und Metalriffs von der Stange, die in sterilen Reißbrettproduktionen verwurstet wurden und nichts mehr mit der früheren Genialität gemein hatten. Symptomatisch dafür sind vor allem die drei Alben zwischen 2000 und 2005, eines schlimmer als das andere.

Doch damit nicht genug, es wurde noch peinlicher:

Ab "Victory" kam nämlich in Ermangelung eines etatmäßigen Schlagzeugers ein hölzern programmierter Drumcomputer zum Einsatz, der jedoch von Rolf vor Musikpresse und Fans als echter Drummer aus Fleisch und Blut ausgegeben wurde und unter dem Pseudonym Angelo Sasso auch in den Credits der Alben auftauchte, inklusive dazugehöriger Dankesbekundungen.

Auf die regelmäßig wiederkehrende Frage, wer sich denn bitte hinter dem Herrn Sasso verbergen würde, betonte Rolf stets es handele sich um einen guten Freund von ihm, der ihm aus alter Loyalität gerne im Studio aushelfen würde, aber ansonsten unerkannt bleiben wolle und deswegen unter dem Künstlernamen Angelo Sasso geführt werde. Er sei ein äußerst talentierter und vielseitiger Drummer, der aber normalerweise mit der Musikszene und Heavy Metal nicht viel am Hut habe.

Rolf hielt bis zum Schluß eisern und mit sturer Verbissenheit an dieser Variante fest, obwohl es offensichtlich (weil deutlich hörbar) war, dass es sich um ein ziemlich faules Ei handelte, dass er den Leuten dort vorsetzte. Er legte sich sogar noch mit diversen Rock- und Metalmagazinen an und brach Interviews ab, wenn der Interviewer leise aber berechtigte Zweifel an der realen Existenz von Herrn Sasso äußerte....mittlerweile ist der Name Angelo Sasso ein Running Gag in der Metalszene.

Irgendwann fühlte Rolf sich so unverstanden und ungerecht behandelt, dass er die Band beleidigt auflöste, aber nach drei, vier Jahren wieder reformierte. Seitdem sind zwei weitere Alben erschienen ("Shadowmaker" 2012 und "Resilient" 2013), die aber musikalisch unter aller Kanone sind und wirklich nur noch einen traurigen Schatten der einstigen Größe darstellen, obwohl es inzwischen tatsächlich wieder einen vernünftigen Drummer gibt. Verzichtbar. Deswegen habe ich sie mir auch nie geholt. Die würden bei mir aber auch keine höhere Bewertung als -1 bekommen.
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