wie sind umgezogen!!!!!!

www.musicasylum.de


Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Country Rock; Americana ; Brass Buttons, Green Silks and Silver Shoes

Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#1von ORACLE » 25. Nov 2015 20:25

Der Begriff "Americana" stammt aus der Volkskunde und bezeichnet Klischees der amerikanischen Alltagskultur.
Als Musikgenre kam der Ausdruck erst in den 90ern auf und wurde in Europa geprägt, da er in den USA eigentlich negativ besetzt ist.
Synonym zu den gesellschaftlichen Vorstellungen wird Americana, zusammenfassend, als Sammelbegriff auf die Musiktraditionen der USA [Folk-, Blues- und Countrymusik] angewandt.
Eine genaue Definition für Americana gibt es allerdings nicht.

1990 veröffentlichte die Band Uncle Tupelo (später Wilco) ihr Debut No Depression, wonach 1995 eine Zeitschrift benannt wurde.
Diese Zeitschrift trug den Titel No Depression -The Alternative Country (whatever that is)-
Somit kam auch der Begriff "Alternative Country" auf.
Alle Bands und Interpreten welche in dieser Zeitschrift Erwähnung fanden, wurden auch unter Americana oder Alt. Country geführt.
Schnell kamen weitere Begriffe auf, die im wesentlichen das gleiche aussagten: Insurgent Country, nodepression, Roots Music, New Twang, Punkgrass, lo-fi-Country, New Grass, Gothic Country, White Trash Parody etc.
In CD-Läden stand das alles allerdings unter Alternative Rock / Indie bevor eigene Fächer eingerichtet wurden.

Natürlich gab es auch hier Vorläufer und Gründerväter >>> Johnny Cash, Woody Guthrie, The Carter Family, Willie Nelson, Hank Williams, Bob Wills, Jimmie Rogers, A. P. Carter, Bill Monroe uvm.

Ganz klar ist The Band und Bob Dylan mit den Basement Tapes (die aber erst später veröffentlicht wurden) zu nennen.
The Charlatans, Buffalo Springfield, die Byrds mit Sweetheart..., Moby Grape (8:05), Beau Brummles mit Bradley's Barn, The Flying Burrito Brothers und und und.

BildBildBildBildBild


Wichtig ist allerdings die strikte Trennung zum megaerfolgreichen US-Schlager-Country aus Nashville.
Die meisten Americana-Bands haben eine Punk-Indie-Rock Vergangenheit!

Neben der gewöhnlichen Rockband-Besetzung [Drums, Bass, Git, Tasten] wurden traditionelle Instrumente in das musikalische Konzept integriert:
Banjo, Mandolin, Fiddle, Harmonica, Acoustic Guitar, Pedal Steel Guitar.....

Zu den Schrittmachern zählen Jason & the Scorchers, Long Ryders, Uncle Tupelo, The Jayhawks, Whiskeytown, Lambchop und wer noch alles????

BildBildBildBildBild
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#2von badger » 28. Nov 2015 16:56

schon den ursprünglichen country rock habe ich geliebt und liebe ihn immer noch, aber die americana
ist noch wieder ein ganz anderes feld für mich geworden, indem ich so ziemlich alles aufgekauft habe,
was damals von Glitterhouse auf uns losgelassen wurde (Gliterhouse war ein magazine/verand/plattenlabel;
ich glaub, die gibt es sogar heute noch).

auch für mich hat americana mit UNLE TUPELO angefangen und es gibt nur wenige vorherige namen, die
ich da explizit mit einbrechnen würde; Steve Forbert wäre so eine ausnahme.

wie bei jeder diskussion über irgend eine musikform hat man ja oft die schwätzer nach dem motto 'Ich hab
auch schon mal eine americana-band gehört' und die dann permanent die falschen und oft gar störenden
namen nennen.

hier sind ein paar, die zusätzlich von den bei dir genannten noch aufmerksamkeit verdienen:
Ryan Adams;
Beat Farmers;
Big In Iowa;
Blackie & Rodeo Kings;
Blood Oranges;
Blue Mountain;
Blue Rodeo;
Bottle Rockets;
Creek Dippers;
Driveway;
Steve Earl;
Joe Ely;
Steve Forbert;
Gear Daddies;
Greyhound Soul;
Rich Hopkins;
Freddy Jones Band;
Jr. Gone Wild;
Cheri Knight;
Last Train Home;
Naked Prey;
Mark Olson;
Reckless Kelly;
Say Zuzu;
Silos;
Skydiggers;
Souled Americans;
Violent Femmes;
Willard Grant Conspiracy;
Lucinda Williams.

dann könnte man noch darüber diskutieren, ob Drive-By Truckers; Cross Canadian Ragweed oder gar die
Muttonbirds mit auf die liste gehören.

ich mag sie ausnahmslos alle und denke, sie alle haben weit mehr verdient, als nur namentlich angeführt zu
werden.
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#3von ORACLE » 29. Nov 2015 13:39

weitere Bands die ich ziemlich gut finde.

Freakwater
Giant Sand
Hazeldine
Iron & Wine
Jason Isbell
Lilium
Old 97's
Fleet Foxes
Chuck Prophet
Souled American
The Walkabouts
16 Horsepower
Beachwood Sparks
Calexico
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#4von firebyrdNo2 » 30. Nov 2015 10:23

nicht unterschlagen sollte man u.a.:

Mickey & The Motorcars
Ted Russell Kamp
Shooter Jennings
The Brooklyn Cowboys
The Psychedelic Cowboys
Stoney LaRue

....es folgen mehr....
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#5von firebyrdNo2 » 30. Nov 2015 11:56

...und so erlaube ich mir, auf weitere folgende Acts empfehlend hinzuweisen:



Cody Canada
Grinderswitch
I See Hawks In L.A.
Old Californio
The Band Of Heathens
The Red Dirt Skinners
The Statesboro Review
Whitey Morgan & The 78’s
Ponderosa
Red Dirt Rangers
Swampdawamp
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#6von ORACLE » 2. Dez 2015 23:24

eine Band die mir sehr viel bedeutet sind die Beachwood Sparks.
Offiziell kamen sie seit 1997 nur auf 3 Alben:

Beachwood Sparks (2000 Sub Pop)
Once We Were Trees (2001, Sub Pop)
The Tarnished Gold (2012, Sub Pop)

Dafür ist die Musik unheimlich dicht und bei aller Leichtigkeit sehr komplex.
Schwebende Melodien und kosmische Harmonien hat nur Gram Parsons besser mit Country verquickt.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#7von badger » 3. Dez 2015 13:08

firebyrdNo2 hat geschrieben:...und so erlaube ich mir, auf weitere folgende Acts empfehlend hinzuweisen:



Cody Canada
Grinderswitch
I See Hawks In L.A.
Old Californio
The Band Of Heathens
The Red Dirt Skinners
The Statesboro Review
Whitey Morgan & The 78’s
Ponderosa
Red Dirt Rangers
Swampdawamp


bei einigen namen auf einen beiden listen würde ich mir schon gestatten, sie zur diskussion zu stellen.
Grinderswitch liefen doch wohl immer unter southern rock und das nämliche gilt für die Swampdawamp oder Statesboro
Review; auch andere, wie z.b. Shooter Jennings oder Band Of Heathens würde ich nicht unbedingt unter americana
einordnen.
das kann man natürlich alles offen diskutieren.

nun ist es zwar schön, jede menge namen aufzulisten, aber gehört da nicht ein bißchen fleisch auf den knochen...?
sollte man nicht lieber ein paar dieser namen im detail vorstellen und diskutieren?
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#8von firebyrdNo2 » 3. Dez 2015 14:06

badger hat geschrieben:[
nun ist es zwar schön, jede menge namen aufzulisten, aber gehört da nicht ein bißchen fleisch auf den knochen...?
sollte man nicht lieber ein paar dieser namen im detail vorstellen und diskutieren?



gut, das sollte dann für alle Vorstellungen gelten...
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#9von badger » 3. Dez 2015 14:34

firebyrdNo2 hat geschrieben:
badger hat geschrieben:[
nun ist es zwar schön, jede menge namen aufzulisten, aber gehört da nicht ein bißchen fleisch auf den knochen...?
sollte man nicht lieber ein paar dieser namen im detail vorstellen und diskutieren?



gut, das sollte dann für alle Vorstellungen gelten...


volle zustimmung! das reine auflisten von bandnamen ist ja nicht wirklich informativ.
natürlich hab ich mich auch schon an diesen zug angehangen, aber ob das dem lieben leser
wirklich etwas vermittelt, wäre zu hinterfragen.

....so habe ich z.b. die BLOOD ORANGES aufgelistet, weil sie einmal schon ganz zu beginn dabei waren,
zwar nur zwei lps gemacht haben (Corn River, 1990 und The Crying Tree, 1993), darauf aber eine
kongeniale ladung von alt country mit bluegrass einflüssen abgeliefert haben; man hört eine menge
von quasi-akkustischem fingerpicking und muß trotzdem um den rock'n'roll-nerv keine bange haben,
denn die meisten stücke gehen flott im mittempo-takt ab. zudem haben die meisten nummern einen
hohen wiedererkennungswert. und bassistin Cheri Knight hat später noch zwei un-ver-zicht-bare
soloscheiben mit hochemotionaler mucke rausgebracht....
alle vier platten gelten als rüstzeug einer americana-sammlung.


so ungefähr würde ich mir das vorstellen.
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#10von badger » 3. Dez 2015 14:42

firebyrdNo2 hat geschrieben:
badger hat geschrieben:[
nun ist es zwar schön, jede menge namen aufzulisten, aber gehört da nicht ein bißchen fleisch auf den knochen...?
sollte man nicht lieber ein paar dieser namen im detail vorstellen und diskutieren?



gut, das sollte dann für alle Vorstellungen gelten...


volle zustimmung! das reine auflisten von bandnamen ist ja nicht wirklich informativ.
natürlich hab ich mich auch schon an diesen zug angehangen, aber ob das dem lieben leser
wirklich etwas vermittelt, wäre zu hinterfragen.

....so habe ich z.b. die BLOOD ORANGES aufgelistet, weil sie einmal schon ganz zu beginn dabei waren,
zwar nur zwei lps gemacht haben (Corn River, 1990 und The Crying Tree, 1993), darauf aber eine
kongeniale ladung von alt country mit bluegrass einflüssen abgeliefert haben; man hört eine menge
von quasi-akkustischem fingerpicking und muß trotzdem um den rock'n'roll-nerv keine bange haben,
denn die meisten stücke gehen flott im mittempo-takt ab. zudem haben die meisten nummern einen
hohen wiedererkennungswert. und bassistin Cheri Knight hat später noch zwei un-ver-zicht-bare
soloscheiben mit hochemotionaler mucke rausgebracht....
alle vier platten gelten als rüstzeug einer americana-sammlung.


so ungefähr würde ich mir das vorstellen.
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#11von ORACLE » 3. Dez 2015 22:15

badger hat geschrieben:
....so habe ich z.b. die BLOOD ORANGES aufgelistet, weil sie einmal schon ganz zu beginn dabei waren,
zwar nur zwei lps gemacht haben (Corn River, 1990 und The Crying Tree, 1993), darauf aber eine
kongeniale ladung von alt country mit bluegrass einflüssen abgeliefert haben; man hört eine menge
von quasi-akkustischem fingerpicking und muß trotzdem um den rock'n'roll-nerv keine bange haben,
denn die meisten stücke gehen flott im mittempo-takt ab. zudem haben die meisten nummern einen
hohen wiedererkennungswert. und bassistin Cheri Knight hat später noch zwei un-ver-zicht-bare
soloscheiben mit hochemotionaler mucke rausgebracht....
alle vier platten gelten als rüstzeug einer americana-sammlung.


ich hab vor längerer Zeit schon mal in Blood Oranges hineingehört, hat mir überhaupt nicht gefallen.
Nun, beim zweiten Anlauf musste ich feststellen, dass es wohl 2 Bands mit dem Namen gibt.
Hier läuft gerade Bridges von The Crying Tree und das hört sich wirklich so an, das ich die haben muß.
Auch nach Cheri Knight muß ich Ausschau halten.

firebyrdNo2 hat geschrieben:
badger hat geschrieben:nun ist es zwar schön, jede menge namen aufzulisten, aber gehört da nicht ein bißchen fleisch auf den knochen...?
sollte man nicht lieber ein paar dieser namen im detail vorstellen und diskutieren?



gut, das sollte dann für alle Vorstellungen gelten...


Kurzvorstellungen finde ich hier sehr gut.
Meine Beachwood Sparks gefallen euch wohl nicht. :(

Es sollten auch noch weitere Genre-Threads wie Countryrock (Schwerpunkt 60-70er) Southern Rock, Westcoast-Scene und Westcoast(soft)rock angelegt werden.
Grinderswitch würde ich in Southern Rock packen, ihre R&B und Boogieeinflüße sind im Americanna nicht so gängig, finde ich.
Eine Abgrenzung ab 1990 ist, für diesen Thread, sicher sinnvoll, da diese Musiker-Generation auch einige Neuerungen mit einbrachte.
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Ungelesener Beitrag#12von ORACLE » 3. Dez 2015 23:11

Jayhawks

1992 stieß ich durch einen Review in einer Zeitschrift namens Zounds auf die Jayhawks und Hollywood Town Hall.
Viele Köpfe meiner Generation folgten damals Techno, Hip Hop oder Grunge. Alles nicht meine Baustellen.
Das Cover von Hollywood Town Hall sprach mich direkt an; die 4 Typen mit Langmatten und Schalls.
Die Bezgspunkte zu CSN und ihrem Debut täuschten nicht.
Die Jayhawks knüpften genau da an, ohne die Gefahr als Abklatsch zu enden.
Da waren herzhafte Harmonica-klänge, vibriende E-Gitarren und die immer röchelnde Orgel.
Es durfte auch mal die Fuzzgitarre auf Take me with you krachen oder die herrlichen Slides auf Two Angels schweben.
Hollywood Town Hall ist für mich die ultimative Americana-Scheibe.
Der Nachfolger Tomorrow the Green Grass konnte durchaus mit HTH mithalten.
Danach stieg mit Mark Olson leider das wichtigste Mitglied aus.
Gary Louris ließ den Jayhawks zukünftig eine Popschlagseite angedeihen was die folgenden 3 CD's verzichtbar werden ließ.
Mit der Reunion-Scheibe Mockingbird Time 2011 konnten sie fast wieder an ihre Großtaten angnüpfen, fast!

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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#13von firebyrdNo2 » 4. Dez 2015 13:31

ja, hier kann man sich sicher ausgiebig über die Schublade AMERICANA unterhalten.
Wo sind hier die Grenzen? Warum ist die eine Band dem Genre zuzurechnen und die andere nicht?
So las ich diesbezüglich auch Begriffsformulierungen, die Molly Hatchet oder Blackfoot dem Genre AMERICANA zurechnen.

Wenn ich die Überschrift richtig deute, geht es hier jedoch um COUNTRY-ROCK/AMERICANA/ALT.COUNTRY.
Das öffnet insofern schon wieder die Betrachtungs- und Einordnungsweise.
Aber ich denke, es ist unerheblich, hier in eine (unsinnige) Diskussion zu verfallen. Es geht schließlich um eine Musikrichtung, die durch die bisher genannten Bands und Musiker recht weit abgedeckt ist.


Wikipedia führt zum Beispiel aus: (Americana) "....merged from folk, country, blues, rhythm and blues, rock and roll and other external influences."

Allein die "external influences" öffnen den Begriff weit. Wir reden letztlich über FUSION, nicht über einen puren Stil.
Doch welche Bands sollten zeitlich berücksichtigt werden? Wann begann es alles, wodurch genau? Gab es diese Musik nicht bereits schon eher? Wer spielte sie? Wie hieß sie?

Kommt dann nicht unweigerlich Gram Parsons ins Spiel und sein Begriff der "Cosmic American Music"???
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Ungelesener Beitrag#14von badger » 4. Dez 2015 16:48

ORACLE hat geschrieben:ich hab vor längerer Zeit schon mal in Blood Oranges hineingehört, hat mir überhaupt nicht gefallen.
Nun, beim zweiten Anlauf musste ich feststellen, dass es wohl 2 Bands mit dem Namen gibt.
Hier läuft gerade Bridges von The Crying Tree und das hört sich wirklich so an, das ich die haben muß.
Auch nach Cheri Knight muß ich Ausschau halten.

firebyrdNo2 hat geschrieben:
badger hat geschrieben:nun ist es zwar schön, jede menge namen aufzulisten, aber gehört da nicht ein bißchen fleisch auf den knochen...?
sollte man nicht lieber ein paar dieser namen im detail vorstellen und diskutieren?



gut, das sollte dann für alle Vorstellungen gelten...


Kurzvorstellungen finde ich hier sehr gut.
Meine Beachwood Sparks gefallen euch wohl nicht. :(

Es sollten auch noch weitere Genre-Threads wie Countryrock (Schwerpunkt 60-70er) Southern Rock, Westcoast-Scene und Westcoast(soft)rock angelegt werden.
Grinderswitch würde ich in Southern Rock packen, ihre R&B und Boogieeinflüße sind im Americanna nicht so gängig, finde ich.
Eine Abgrenzung ab 1990 ist, für diesen Thread, sicher sinnvoll, da diese Musiker-Generation auch einige Neuerungen mit einbrachte.


ja, da muß es dann wohl wirklich zwei 'Blood Oranges' geben. die von mir genannte gehörte jedenfalls zum americana-urgestein
und ich glaube, ihre cds gibt es immer noch bei amazon u.ä.

gegen deine Beachwood Sparks will ich nichts sagen. natürlich sind sie ein bekannter name innerhalb der szene.
ich habe halt nur persönlich etwas früher aufgesetzt; so etwa mit den Gear Daddies, Bottle Rockets, Blue Mountain
oder Skydiggers.

aber es ist nicht auszuschließen, das bands wie die Sparks oder 16 Horsepower auch noch ins haus kommen.
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#15von badger » 4. Dez 2015 16:52

ORACLE hat geschrieben:Jayhawks

1992 stieß ich durch einen Review in einer Zeitschrift namens Zounds auf die Jayhawks und Hollywood Town Hall.
Viele Köpfe meiner Generation folgten damals Techno, Hip Hop oder Grunge. Alles nicht meine Baustellen.
Das Cover von Hollywood Town Hall sprach mich direkt an; die 4 Typen mit Langmatten und Schalls.
Die Bezgspunkte zu CSN und ihrem Debut täuschten nicht.
Die Jayhawks knüpften genau da an, ohne die Gefahr als Abklatsch zu enden.
Da waren herzhafte Harmonica-klänge, vibriende E-Gitarren und die immer röchelnde Orgel.
Es durfte auch mal die Fuzzgitarre auf Take me with you krachen oder die herrlichen Slides auf Two Angels schweben.
Hollywood Town Hall ist für mich die ultimative Americana-Scheibe.
Der Nachfolger Tomorrow the Green Grass konnte durchaus mit HTH mithalten.
Danach stieg mit Mark Olson leider das wichtigste Mitglied aus.
Gary Louris ließ den Jayhawks zukünftig eine Popschlagseite angedeihen was die folgenden 3 CD's verzichtbar werden ließ.
Mit der Reunion-Scheibe Mockingbird Time 2011 konnten sie fast wieder an ihre Großtaten angnüpfen, fast!

Bild


ganz tolle scheibe, man kann nur UN-BE-DINGT! dazu sagen. Zusammen mit der 'Tomorrow The Green Grass' für mich
das beste, was sie gemacht haben; vollgepumpt mit emotion und wohlgefühl. wie ein samthandschuh, der die seele
streichelt.
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#16von badger » 4. Dez 2015 17:24

firebyrdNo2 hat geschrieben:ja, hier kann man sich sicher ausgiebig über die Schublade AMERICANA unterhalten.
Wo sind hier die Grenzen? Warum ist die eine Band dem Genre zuzurechnen und die andere nicht?
So las ich diesbezüglich auch Begriffsformulierungen, die Molly Hatchet oder Blackfoot dem Genre AMERICANA zurechnen.

Wenn ich die Überschrift richtig deute, geht es hier jedoch um COUNTRY-ROCK/AMERICANA/ALT.COUNTRY.
Das öffnet insofern schon wieder die Betrachtungs- und Einordnungsweise.
Aber ich denke, es ist unerheblich, hier in eine (unsinnige) Diskussion zu verfallen. Es geht schließlich um eine Musikrichtung, die durch die bisher genannten Bands und Musiker recht weit abgedeckt ist.


Wikipedia führt zum Beispiel aus: (Americana) "....merged from folk, country, blues, rhythm and blues, rock and roll and other external influences."

Allein die "external influences" öffnen den Begriff weit. Wir reden letztlich über FUSION, nicht über einen puren Stil.
Doch welche Bands sollten zeitlich berücksichtigt werden? Wann begann es alles, wodurch genau? Gab es diese Musik nicht bereits schon eher? Wer spielte sie? Wie hieß sie?

Kommt dann nicht unweigerlich Gram Parsons ins Spiel und sein Begriff der "Cosmic American Music"???


sicherlich ganz lustig, das thema mal durchzudiskutieren. eine aussage sehe ich wie du:
es ist kein einzigartiger purer stil und man kann es sicher nicht daran festmachen, daß bestimmte akkordwechsel oder
oktaven oder melodiebögen genutzt werden.

ABER: ich denke, daß was wir ab ca. 1987 als 'americana' erlebten, ist eine durch die zeit beeinflußte musik.
FAST ALLE bands begannen mit PUNK oder HARDCORE und ihre erfahrungen mit dieser musik spiegelt sich in der intensität
wieder, (nicht aber in der lautstärke), mit der sie spielten.

danach und dadurch folgt eine rückbesinnung, die sie grundlegend von Gram Parsons, den Byrds oder
Bob Dylan unterscheidet.


gerade an Uncle Tupelo kann man die lärmenden ursprünge noch hören (weshalb UT bei weitem nicht meine lieblingsband
im bereich americana ist), aber auch da, wo man es nicht hört (Blood Oranges, Gear Daddies, Big In Iowa, Bottle Rockets,
Blue Mountain, Skydiggers, etc.) vermeine ich eine stimmung zu spüren, die durch die zeit des hardcore gefiltert und geprägt
ist und die sich in einem MEHR an PURER EMOTION manifestiert.

für mich ist die quasi mit Uncle Tupelo und konsorten beginnende americana ein kind ihrer zeit, weshalb nur wenige bands
aus früheren jahren dort mit hineingehören (ich nenne immer gerne mal Steve Forbert als eine der ausnahmen).
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Ungelesener Beitrag#17von ORACLE » 5. Dez 2015 01:08

Dave Alvin - King of California (1994)

Bild

The Blasters wären sicher auch diskussionswürdige Impulsgeber.
Geprägt wurde das Genre aber mehr von ihrem Gitarristen Dave Alvin.
Meine liebste seiner CD's ist King of California.
Hier spielt zunehmend die Akustikgitarre die Hauptrolle.
Auch wenn er in bluesige Stimmungen verfällt, bleibt das musikalische Setting immer akustisch.
Die Musik ist durchweg sanft und ruhig mit starken Melodien und fesselnden Texten.
Rockabilly und Punk war auch Dave Alvin Grundausstattung(kennt jemand die Band X?)

Zu deinem Glück fehlen hier nur noch ein Whisky und ein Sonnenuntergang. :lol:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#18von badger » 5. Dez 2015 13:05

ja, die Blasters darf man nicht vergessen, obwohl ich zugeben muß, keine soloplatten von ihnen zu besitzen.
(manchmal wird es mir einfach zuuuu ausufernd; man kommt ja nicht mehr nach).

zuerst besaß ih die vinylscheiben der Blasters, dann tauschte ich sie gegen 'Testament - The Complete
Slash Recordings' aus; ist eine do-cd, die eben auch noch zusatzstücke enthält.

und richtig, eine weitere band, die durch punk und (hier auch) rockabilly zur americana kamen. und die
dadurch eben andere emotionen vermitteln, als die reinen country rocker der 60er und 70er.

die von dir vorgestellte cd könnte mich noch reizen.
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#19von badger » 5. Dez 2015 13:28

Gear Daddies waren schon vor Uncle Tupelo aktiv; machten 3 lps
- Let's Go Scare Al (Polydor 1988);
- Billy's Live Bait (Polydor 1990);
- Can't Have Nothing Nice (Oar 1992);

gibts alle 3 noch bei Amazon für PFENNIGBETRÄGE!

das in deutschland für americana tonangebend Glitterhouse magazine + plattenlabel + plattenversand
hat die Gear Daddies immer ganz besonders gelobt für ihre mischung aus hart rockenden klängen mit
country und folk rock. es fehlt nicht an 'jangly guitars'; auch steel gitarre, dobro und akordeon spielt
dieses quartet; alles dargebracht mit genügend augenzwinkern (man hat sich nicht toternst genommen)
und ohne verwendung altbackener klischees (m.w. sinds alles eigenkompositionen und viele davon bleiben
dir sofort im kopf).

drei platten voller emotionen; drei bewegende werke.

Bild
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Re: Countryrock -> Americana -> Alt.Country

Ungelesener Beitrag#20von Rincewind » 17. Dez 2015 14:38

ORACLE hat geschrieben:eine Band die mir sehr viel bedeutet sind die Beachwood Sparks.
Offiziell kamen sie seit 1997 nur auf 3 Alben:

Beachwood Sparks (2000 Sub Pop)
Once We Were Trees (2001, Sub Pop)
The Tarnished Gold (2012, Sub Pop)

Dafür ist die Musik unheimlich dicht und bei aller Leichtigkeit sehr komplex.
Schwebende Melodien und kosmische Harmonien hat nur Gram Parsons besser mit Country verquickt.


In die hab ich vor einigen Tagen reingehört, also speziell in die letzte. Leicht, aber keineswegs schlecht oder schmalzig, sehr interessant.
“He’d always felt he had a right to exist as a wizard in the same way that you couldn’t do proper maths without the number 0, which wasn’t a number at all but, if it went away, would leave a lot of larger numbers looking bloody stupid.” ― Terry Pratchett
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