wie sind umgezogen!!!!!!

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REZENSIONZappa, Frank - Waka-Jawaka (1972)

Zappa, Frank - Waka-Jawaka (1972)

Ungelesener Beitrag#1von Rincewind » 14. Jan 2016 20:09

Dem Album ging eine turbulente Phase voraus. Zuerst ging die gesamte Ausstattung der Band im Casino de Montreux
in Flammen auf und nur eine Woche später wurde Frank im Rainbow Theatre in London bei der Zugabe von einem Fan
in den Orchestergraben gestoßen, was gesundheitlich einige bleibende Spuren hinterließ. Des weiteren löste er die
Gruppe mit Flo & Eddie auf.

Diese Vorfälle waren ebenso der Anstoß für eine neue Schaffensperiode da FZ sich wieder dem Jazz-Rock zuwandte.
Dementsprechende Musiker kamen nun in die neue Bandformation, wie z.B. Rückkehrer George Duke (u.a. Al Jarreau,
Sonny Rollins, Dexter Gordon, Dizzy Gillespie, Stanley Clarke, Jean-Luc Ponty und Cannonball Adderley) oder Billy Byers.
Der Titel Waka/Jawaka entstammt laut Zappa einer Session mit einem
Hexenbrett (http://de.wikipedia.org/wiki/Ouija) und das Cover von Marvin Mattelsson stellt auch gleich eine Verbindung
zu Hot Rats her. Aufgenommen wurde es in den Paramount Studios in LA zwischen April und Mai 1972.

Los gehts mit Big Swifty, welches mit seinen gut 17 Minuten die komplette Seite der LP ausfüllt. Es wird von Zappas
Gitarre und Marquez Blaswerk angetrieben und entwickelt sich zu einer schönen, modernen Jazz-Suite. Für mich einer
der besten Songs des Maestros. Die zweite Seite beginnt mit Your Mouth, einer typischen Humornummer, gefolgt von
Mothersound in Form von It Just Might Be A One Shot Deal, in welchem Sal Marquez und Janet Ferguson die Geschichte
einer Halluzination erzählen. Abgerundet wird das ganze dann vom 11 minütigen Titelstück, welches einer gut
organisierten Jazz-Improvisation am nähesten kommt ;)

Zappas Overdube-Künste kommen natürlich ebenfalls zum Einsatz, wodurch der Sound teilweise an eine Big Band erinnert.

Manche Kritiker hören hier ein zweitklassiges Bitches Brew, mit zwei schwachen Nummern in der mitte, abgerundet von
2 durchschnittlichen Jazz-Rockern, ohne großen kreativen Aufwand. Tatsächlich ist das Album nicht so heiß wie Hot Rats,
aber deshalb nicht zwingend eine Liga schlechter. Zappa wirkt gereifter und es ist einfach mal etwas ruhiger gehalten,
als manch anderes Werk. Vielleicht lag es aber auch einfach an einer gewissen Erschöpfung, durch die ganzen
Begleitumstände.
Es gab aber auch genug positive Kritiken und die Scheibe schaffte es auf Platz 152 in den Billboard-Charts.

Für mich ist Waka/Jawaka eine sehr wichtige Zappa-Scheibe, höre ich fast immer mit Grand Wazoo zusammen, weil es
einfach passt und ich entspanne mich dabei jedesmal total. Es passt mal wieder jede Note und für mich sind die
Kompositionen keineswegs einfallslos oder lasch.


Musikanten

Frank Zappa - guitar, percussion, electric bed springs
Tony Duran - slide guitar, vocals
George Duke - ring-modulated & echoplexed electric piano, tack piano
Sal Marquez - trumpet, vocals, flugelhorn, chimes
Erroneous (Alex Dmochowski) - electric bass, vocals, fuzz bass
Aynsley Dunbar -drums, washboard, tambourine
Chris Peterson - vocals
Joel Peskin - tenor sax
Mike Atschul - baritone saxophone, piccolo, bass flute, bass clarinet, tenor sax
Jeff Simmons - Hawaiian guitar, vocals
Sneaky Pete Kleinow - pedal steel guitar
Janet Ferguson - vocals
Don Preston - guitar, Minimoog
Bill Byers - trombone, baritone horn
Ken Shroyer - trombone, baritone horn
Gerry Sack - muted maracas


Tracks

Side One
"Big Swifty" - 17:22 -- http://www.youtube.com/watch?v=NR8Upn0m_aw

Side Two
"Your Mouth" - 3:12
"It Just Might Be a One-Shot Deal" - 4:16
"Waka/Jawaka" - 11:18 -- http://www.youtube.com/watch?v=z-lbVtsTK3E


Bild
“He’d always felt he had a right to exist as a wizard in the same way that you couldn’t do proper maths without the number 0, which wasn’t a number at all but, if it went away, would leave a lot of larger numbers looking bloody stupid.” ― Terry Pratchett
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Re: Frank Zappa - Waka-Jawaka (1972)

Ungelesener Beitrag#2von badger » 15. Jan 2016 14:49

Rincewind hat geschrieben:Dem Album ging eine turbulente Phase voraus. Zuerst ging die gesamte Ausstattung der Band im Casino de Montreux
in Flammen auf und nur eine Woche später wurde Frank im Rainbow Theatre in London bei der Zugabe von einem Fan
in den Orchestergraben gestoßen, was gesundheitlich einige bleibende Spuren hinterließ. Des weiteren löste er die
Gruppe mit Flo & Eddie auf.

Diese Vorfälle waren ebenso der Anstoß für eine neue Schaffensperiode da FZ sich wieder dem Jazz-Rock zuwandte.
Dementsprechende Musiker kamen nun in die neue Bandformation, wie z.B. Rückkehrer George Duke (u.a. Al Jarreau,
Sonny Rollins, Dexter Gordon, Dizzy Gillespie, Stanley Clarke, Jean-Luc Ponty und Cannonball Adderley) oder Billy Byers.
Der Titel Waka/Jawaka entstammt laut Zappa einer Session mit einem
Hexenbrett (http://de.wikipedia.org/wiki/Ouija) und das Cover von Marvin Mattelsson stellt auch gleich eine Verbindung
zu Hot Rats her. Aufgenommen wurde es in den Paramount Studios in LA zwischen April und Mai 1972.

Los gehts mit Big Swifty, welches mit seinen gut 17 Minuten die komplette Seite der LP ausfüllt. Es wird von Zappas
Gitarre und Marquez Blaswerk angetrieben und entwickelt sich zu einer schönen, modernen Jazz-Suite. Für mich einer
der besten Songs des Maestros. Die zweite Seite beginnt mit Your Mouth, einer typischen Humornummer, gefolgt von
Mothersound in Form von It Just Might Be A One Shot Deal, in welchem Sal Marquez und Janet Ferguson die Geschichte
einer Halluzination erzählen. Abgerundet wird das ganze dann vom 11 minütigen Titelstück, welches einer gut
organisierten Jazz-Improvisation am nähesten kommt ;)

Zappas Overdube-Künste kommen natürlich ebenfalls zum Einsatz, wodurch der Sound teilweise an eine Big Band erinnert.

Manche Kritiker hören hier ein zweitklassiges Bitches Brew, mit zwei schwachen Nummern in der mitte, abgerundet von
2 durchschnittlichen Jazz-Rockern, ohne großen kreativen Aufwand. Tatsächlich ist das Album nicht so heiß wie Hot Rats,
aber deshalb nicht zwingend eine Liga schlechter. Zappa wirkt gereifter und es ist einfach mal etwas ruhiger gehalten,
als manch anderes Werk. Vielleicht lag es aber auch einfach an einer gewissen Erschöpfung, durch die ganzen
Begleitumstände.
Es gab aber auch genug positive Kritiken und die Scheibe schaffte es auf Platz 152 in den Billboard-Charts.

Für mich ist Waka/Jawaka eine sehr wichtige Zappa-Scheibe, höre ich fast immer mit Grand Wazoo zusammen, weil es
einfach passt und ich entspanne mich dabei jedesmal total. Es passt mal wieder jede Note und für mich sind die
Kompositionen keineswegs einfallslos oder lasch.


Musikanten

Frank Zappa - guitar, percussion, electric bed springs
Tony Duran - slide guitar, vocals
George Duke - ring-modulated & echoplexed electric piano, tack piano
Sal Marquez - trumpet, vocals, flugelhorn, chimes
Erroneous (Alex Dmochowski) - electric bass, vocals, fuzz bass
Aynsley Dunbar -drums, washboard, tambourine
Chris Peterson - vocals
Joel Peskin - tenor sax
Mike Atschul - baritone saxophone, piccolo, bass flute, bass clarinet, tenor sax
Jeff Simmons - Hawaiian guitar, vocals
Sneaky Pete Kleinow - pedal steel guitar
Janet Ferguson - vocals
Don Preston - guitar, Minimoog
Bill Byers - trombone, baritone horn
Ken Shroyer - trombone, baritone horn
Gerry Sack - muted maracas


Tracks

Side One
"Big Swifty" - 17:22 -- http://www.youtube.com/watch?v=NR8Upn0m_aw

Side Two
"Your Mouth" - 3:12
"It Just Might Be a One-Shot Deal" - 4:16
"Waka/Jawaka" - 11:18 -- http://www.youtube.com/watch?v=z-lbVtsTK3E


Bild


ich habs nicht mit jazz und werds (trotz einiger versuche) auch nie damit haben, aber als
Zappa diese platte vorlegte, stellte ich fest, daß es zu allen regeln eine ausnahme gibt.
für mich gehört Waka Jawaka zu den (zugegebenermaßen vielen) superben werken des meisters;
ich kann sogar den hörnern zustimmen (was bei mir selten vorkommt).

einzig den moog hätte er sich sparen können, aber um ehrlich zu sein, er ist mir damals fast
nicht aufgefallen.
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