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REZENSIONEfendi´s Garden - "Efendi´s Garden" (1979)

Efendi´s Garden - "Efendi´s Garden" (1979)

Ungelesener Beitrag#1von AusDemWegIchBinArzt » 21. Jun 2016 12:42

Efendi´s Garden - "Efendi´s Garden" (1979)

Dieses kuriose, nicht vielleicht direkt essenzielle aber doch sehr unterhaltsame Sammelsurium unterschiedlicher musikalischer Stile habe ich deshalb in die "Spezialitäten"-Schubalde gepackt, weil mir tatsächlich keine der anderen Genre-Einordnungen als passend erschien.

Wolfgang Krantz (ex-Jane / Harlis) und seine Mitstreiter hat hier tatsächlich die Lust zum Experimentieren gepackt, womit sich die Musik schon mal grundsätzlich beispielsweise von Jane abhebt, die ja nie sonderlich innovativ waren.

Natürlich ist nicht jedes Experiment geglückt und manches Resultat erzeugt auch massives Stirnrunzeln, aber alles in allem handelt es sich doch um ein sehr abwechslungsreiches und vielseitiges musikalisches Erzeugnis, welches nicht unspaßig ist und etliche Überraschungen beinhaltet, die, wie schon gesagt, mal mehr und mal weniger gelungen sind. Kurzweilig ist die Platte aber auf jeden Fall.

Man kann keine unmittelbare Stilschublade aufmachen, weil auf dieser Scheibe irgendwie alles in unterschiedlichster Ausprägung vertreten ist, manchmal sogar in einem einzigen Song: Rock, mal härter und mal weniger hart trifft auf Pop, auf Disco, auf progressive Elemente, auf Blues, auf Funk, auf Kraut, auf Mainstream, auf orientalische Klänge und auf alles mögliche sonstige. Es ist auf jeden Fall garantiert kein Schema-F-Album.

Da es aber natürlich manchmal auch zuviel der Vielfalt wird und eben auch nicht jede Idee zündet, erscheint es wenig verwunderlich, dass nach diesem einen Album bei Efendi´s Garden schon wieder die Luft raus war bzw. sich größerer Erfolg nicht einstellen konnte.

Ganz besonderes Leben wird der Platte auf jeden Fall durch die gesangliche Intepretation von Thomas Stender eingehaucht, dessen äußerst markante Nicht-Stimme trotzdem durch maximale Ausdruckskraft glänzen kann und das eigentliche Sahnehäubchen auf den Songs darstellt.

Einzelne Songs rauzusuchen lohnt hier eher nicht, da sich kaum etwas findet, was sich repräsentativ auf das gesamte Material übertragen ließe. Ein homogener stilistischer Faden läßt sich in diesem Durcheinander und kreativen Chaos natürlich nicht wirklich ausmachen, aber es handelt sich wie gesagt um eine recht amüsante Angelegenheit, die man sich mit einer gewissen Toleranz und viel Augenzwinkern durchaus anhören kann.

Anfangs schon erwähnt habe ich, dass es nichts wirklich essenzielles darstellt - ein Album was man haben kann, nicht zwingend haben muß. Es gibt ein paar wirklich gruselige oder zumindest fragwürdige Einfälle, aber auch sehr interessante bzw. gelungene Momente.

Überraschend was dabei herauskommen kann, wenn Künstler sich einfach mal ohne größere Zwänge kreativ frei zu entfalten versuchen und auf irgendwelche Vorgaben und Richtwerte scheißen, auch wenn die Umsetzung am Ende nicht zu pausenloser Begeisterung führt.

Langweilig wird einem beim Anhören jedenfalls nicht. Das Ganze besitzt auch heute noch einen durchaus erfrischenden Aspekt, obwohl einem natürlich ziemlich schnell klar wird, warum das damals nichts wurde mit Efendi´s Garden.


Die Songs

1. Lazy Man Crazy - 2.36
2. The Garden - 6.18
3. Doom’s Day - 3.35
4. Oh Boy - 5.20
5. Whip of Roses - 2.53
6. The King - 2.57
7. Mary - 3.35
8. The Sirens - 3.25
9. Lemmie go Hanging - 4.08
10. Fisherman - 2:46


Die Musiker

Thomas Stender (Gesang, Megaphon)
Wolfgang Krantz (Gitarre, Keyboards)
Klaus Hess (Gitarre)
Frank Meier (Bass)
Wolfgang Schreiner (Schlagzeug, Percussion)


Bild
"Nazi sein bedeutet, dass du verloren hast, bevor du anfängst. Du kannst nicht gewinnen. Du bist nur dumm."(Lemmy)

"Ich bereue nichts. Reue ist sinnlos. Du hast es ja schon gemacht - du hast dein Leben gelebt. Es nützt dir nichts, zu wünschen, es wäre anders." (Lemmy)


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